Inhaltsverzeichnis
Neuerungen in HiCAD 2025
Normbearbeitungen (Standardbearbeitungen)
- Komplett überarbeitete Normbearbeitung: Die Normbearbeitungs-Funktion wurde in HiCAD 2025 grundlegend verbessert und besitzt nun einen neuen, benutzerfreundlichen Dialog
. Standardbearbeitungen (wie z.B. Bohrungen oder Gewinde) lassen sich dadurch deutlich einfacher durchführen, mit hoher Flexibilität in der Einstellung
- Integrierte Funktionen: Bisher separate Funktionen – Randumkantung (das Umbiegen eines Blechrandes) und Scharnier – sind jetzt in den gemeinsamen Dialog „Ankanten“ integriert
. Das heißt, Kanten biegen und Scharniere einfügen erfolgt nun an einer Stelle, was die Bedienung vereinheitlicht und beschleunigt. Eine neue, logische Selektionsfolge in diesem Dialog sorgt zusätzlich für einen reibungsloseren Arbeitsablauf - Erweiterte Gewindeoptionen: In HiCAD 2025 Service Pack 1 wurde die Normbearbeitung weiter ausgebaut und um zusätzliche Gewindeformen ergänzt. Dadurch steht eine größere Auswahl an standardisierten Gewinden und Bohrungen zur Verfügung, was die Konstruktion normgerechter Verbindungen erleichtert.
- Vorteile: Durch die neue Normbearbeitung können Standardbearbeitungen schneller und fehlerärmer durchgeführt werden. Alle relevanten Optionen sind in einem einzigen Dialog gebündelt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch die Gefahr verringert, die falsche Einstellung zu wählen. Insbesondere weniger geübte Anwender profitieren von der klaren Benutzeroberfläche und der höheren Flexibilität, da sie Schritt für Schritt durch die Bearbeitung geführt werden
3D-Raster (Achsraster – detailliert)
- Neues 3D-Achs-Raster: HiCAD 2025 führt ein 3D-Raster für die Konstruktion ein, speziell nützlich im Stahl- und Anlagenbau. Dieses Achsraster (Gitternetz aus Achsen in X-, Y- und Z-Richtung) wurde komplett neu entwickelt und besitzt eine moderne, leicht bedienbare Oberfläche. Die Erstellung und Anpassung des Stahlbau-Rasters ist nun wesentlich intuitiver als in früheren Versionen.
- Flexible Erstellung und Nutzung: Ein solches 3D-Raster kann vom Anwender sehr leicht und flexibel definiert werden und bei Bedarf in der Konstruktion ein- oder ausgeblendet werden. Man kann z.B. Achsenabstände, Ebenen/Höhen und Bezeichnungen frei festlegen. Das Raster ist optional – es stört also nicht, kann aber jederzeit als Orientierungshilfe zugeschaltet werden
- Automatische Rasterbeschriftung: Zur besseren Übersicht lassen sich Achsen und Rasterlinien jetzt automatisch beschriften. Mit der neuen Funktion für Rasterbeschriftung werden Achsenkennungen (wie A, B, C / 1, 2, 3 etc.) schnell erzeugt
. Im Zuge der Einführung des neuen Achsrasters wurde die Beschriftungslogik insgesamt überarbeitet, sodass Pläne nun klar ausgewiesene Achsbezeichnungen tragen (z.B. Achse A-A, B-B usw.).
- Praktisches Beispiel: Beim Entwurf einer Industriehalle kann der Konstrukteur zunächst ein 3D-Achsraster anlegen, das die Position der Stützen und Träger vorgibt. Alle Bauteile der Halle (Stahlträger, Wände, etc.) lassen sich dann exakt entlang dieser Rasterlinien ausrichten. Fügt man später eine weitere Achse hinzu oder ändert Abstände, kann das Raster aktualisiert werden – die abhängigen Bauteile lassen sich entsprechend neu platzieren, was Planungsänderungen vereinfacht.
- Vorteile: Das 3D-Raster dient als hilfreiches Bezugssystem und erleichtert das Ausrichten von Bauteilen im Raum. Konstrukteure behalten auch in komplexen Modellen den Überblick, da wichtige Bezugslinien sichtbar sind. Die automatische Achsbeschriftung spart Zeit bei der Zeichnungserstellung und stellt sicher, dass alle im Team dieselbe Referenz verwenden – Missverständnisse über Positionen von Bauteilen werden minimiert.
Baugruppen (Zusammenbau-Funktionen)
- Einfachere Baugruppen-Erstellung: HiCAD 2025 verbessert die Handhabung von Baugruppen (Zusammenbauten von Einzelteilen). Mit Service Pack 1 wurden z.B. mehrere Befehle direkt in die Menüleiste (Ribbon) integriert, um Prozesse wie das Anlegen von strukturierten Baugruppen zu vereinfachen. Das bedeutet, der Konstrukteur kann nun ausgewählte Bauteile mit wenigen Klicks zu einer neuen Unterbaugruppe zusammenfassen, ohne umständliche Dialoge durchlaufen zu müssen.
- Strukturbaugruppen nutzen: HiCAD unterscheidet zwischen normalen Baugruppen (mit eigener Geometrie) und Strukturbaugruppen, die nur der Gliederung dienen. In HiCAD 2025 können solche rein strukturierenden Baugruppen noch leichter angelegt und verwaltet werden. Sie helfen, komplexe Konstruktionen hierarchisch zu ordnen (ähnlich Kapitel in einem Buch), ohne dass dafür Hilfsteile nötig sind. Dies erhöht die Übersichtlichkeit in großen Projekten erheblich.
- Verbesserte Baugruppen-Verwaltung: Allgemein lassen sich Bauteile jetzt flexibler in Baugruppen ein- oder ausgliedern. Beispielsweise kann man mehrere markierte Einzelteile sofort zu einer Baugruppe zusammenfassen oder umgekehrt Teile aus einer bestehenden Gruppe herauslösen, um sie an anderer Stelle weiterzuverwenden. Änderungen an der Baugruppenstruktur (Umbenennen, Verschachteln, Umsortieren von Baugruppen) werden vom System besser unterstützt und unmittelbar in der Stückliste sowie Zeichnungsableitung berücksichtigt.
- Leistungsoptimierungen für große Baugruppen: Auch bei sehr umfangreichen Baugruppen (viele Einzelteile) reagiert HiCAD 2025 flüssiger. Interne Optimierungen wie Caching von Daten beschleunigen die Verarbeitung großer Modelle
. Das Navigieren, Ein-/Ausblenden von Baugruppen und Aktualisieren von Änderungen geht somit schneller, was die Arbeit an komplexen Maschinen oder Anlagen angenehmer macht. - Vorteile: Konstrukteure sparen Zeit und behalten den Überblick: Durch die vereinfachte Bildung von Baugruppen lässt sich ein Modell schrittweise strukturieren, ohne den Konstruktionsfluss zu unterbrechen. Wiederverwendbare Baugruppen (z.B. standardisierte Untereinheiten) können als Ganzes gehandhabt und in Projekten mehrfach eingesetzt werden. Dies fördert konsistente Konstruktionen und reduziert Fehler, da an einer Stelle geänderte Komponenten sofort in der gesamten Baugruppe aktuell sind.
Referenzierungen (Wiederverwendung durch Verweise)
- Mehrfache Verwendung von Teilen: HiCAD 2025 erleichtert die Referenzierung von Bauteilen und Unterbaugruppen, also deren mehrfachen Einsatz durch Verweis statt Kopie. Ein einmal konstruiertes Teil kann an verschiedenen Stellen des Projekts eingebunden werden, ohne physisch dupliziert zu werden. Ändert man das Original, aktualisieren sich alle Referenzen dieses Teils automatisch – so bleibt die Konstruktion konsistent, selbst wenn ein Bauteil zigfach verwendet wird.
- Externe Referenzen einbinden: Auch externe Dateien lassen sich als Referenz in HiCAD nutzen. So kann man z.B. ein externes CAD-Modell oder eine Zeichnung in das aktuelle Projekt laden, ohne es zu importieren. Die referenzierte Datei bleibt mit dem Original verknüpft. Vorteil: Wenn das externe Modell aktualisiert wird (etwa ein Zulieferer liefert eine neue Version), kann man die Referenzdatei aktualisieren und alle Änderungen fließen ins HiCAD-Modell ein, ohne dass man manuell alles neu platzieren muss.
- Referenzierte Zeichnungselemente: In Zeichnungen können Detailansichten oder Schnitte als Verweise auf das 3D-Modell erstellt werden. Wird das 3D-Modell geändert, bleiben diese referenzierten Ansichten automatisch aktuell. Ebenso können gesamte Baugruppenzeichnungen referenziert in anderen Plänen auftauchen. Beispiel: Dieselbe Motor-Baugruppe wird in zwei Maschinen verwendet – durch Referenzierung muss die Baugruppe nur einmal gezeichnet werden; beide Maschinenzeichnungen greifen auf diese eine Referenz zurück.
- Vorteile: Die verbesserte Referenzierung steigert die Effizienz bei der Konstruktion enorm. Konstrukteure können Bibliotheksteile oder wiederkehrende Module einmal erstellen und dann überall verwenden, was viel Zeit spart. Änderungen müssen nicht mehrfach durchgeführt werden, was das Fehlerrisiko senkt. Gleichzeitig bleiben Dateien schlanker, da Referenzen weniger Speicher benötigen als mehrfache Kopien komplexer Geometrien.
Beschriftungen und Textbearbeitung
- Überarbeitete Beschriftungsfunktionen: Mit HiCAD 2025 wurden die Beschriftungsmöglichkeiten in Zeichnungen moderner und flexibler gestaltet. Insbesondere die Achs- und Positionsbeschriftungen profitieren von Verbesserungen. Beispielsweise wurde im Zuge des neuen Achsrasters auch die Achsenbeschriftung in Zeichnungen automatisiert und klarer strukturiert
. Positionsnummern, Bauteilnamen und andere Textelemente lassen sich nun konsistenter platzieren, was zu übersichtlicheren Plänen führt. - Neue Beschriftungsfahne: Als Ergänzung gibt es nun die Beschriftungsfahne, ein Beschriftungselement mit einem Pfeil/Flaggensymbol. Diese Fahne kann mit einem Bauteil verknüpft werden, um automatisch Informationen aus dem 3D-Modell anzuzeigen
. Praktisch bedeutet das: Klickt man ein Teil an und setzt eine Beschriftungsfahne, zieht HiCAD z.B. die Bauteilnummer oder Materialinfo aus dem Modell und zeigt sie in der Zeichnung an. Der Anwender muss die Texte nicht mehr von Hand eintippen, was Zeit spart und Tippfehler vermeidet. - Verbesserte Textbearbeitung: Das Bearbeiten von Texten (etwa Maß-, Hinweis- oder Titeltexten) wurde vereinfacht. HiCAD 2025 bietet eine direkte Vorschau beim Ändern von Texteigenschaften und unterstützt komfortableres Editieren von mehrzeiligem Text. Zudem wurden Formatierungsmöglichkeiten erweitert – z.B. können Schriftart, -größe oder Ausrichtung im Beschriftungseditor leichter angepasst werden. Dadurch können auch unerfahrene Nutzer Texte in Zeichnungen schnell ansprechend formatieren, ohne lange in Menüs suchen zu müssen.
- Positionsfähnchen anpassbar: Die grafischen Positionskennzeichnungen (sogenannte Positionsfähnchen, meist Pfeil mit Kreissymbol und Nummer) sind nun flexibler einstellbar. Sowohl Text- als auch Linienparameter solcher Positionssymbole können vom Anwender definiert werden
. Man kann also Schriftgröße, Rahmenlinie, Pfeiltyp etc. nach Firmenstandard einstellen. Das Ergebnis sind einheitlich formatierte Positionsangaben in allen Zeichnungen, was professioneller wirkt und die Lesbarkeit erhöht. - Form- und Lagetoleranzen: Auch die Darstellung von Toleranzen (Form- und Lagetoleranzen nach DIN/ISO) erfuhr kleine Verbesserungen
. Die entsprechenden Symbole und Zahlen werden in HiCAD 2025 Zeichnungen eindeutiger dargestellt und lassen sich leichter an den richtigen Stellen platzieren. Für den Anwender bedeutet das weniger Nacharbeit, um technische Toleranzangaben normgerecht und sauber in den Zeichnungen zu positionieren. - Vorteile: Alle Neuerungen im Bereich Beschriftung und Text sorgen dafür, dass technische Zeichnungen schneller mit den nötigen Informationen versehen werden können. Da viele Beschriftungen nun direkt aus dem 3D-Modell generiert oder per Vorlage formatiert werden, sinkt der manuelle Aufwand. Gleichzeitig steigt die Qualität der Dokumentation – Pläne sind klarer beschriftet, einheitlich formatiert und somit für alle Beteiligten leichter verständlich.
Schnittansichten und Darstellungsmodi
- Punktwolken in Schnittansichten: Wenn 3D-Punktwolken (z.B. aus Laserscans) ins Modell geladen sind, werden sie in HiCAD 2025 nun auch in Schnitt- oder Detailansichten korrekt dargestellt. Eingescannte Punktwolken werden also von Schnittebenen mitgeschnitten und erscheinen in der 2D-Ableitung entsprechend begrenzt. Dies ist besonders nützlich, wenn man Bestandsdaten (z.B. gescannte Gebäudestrukturen) in eigenen Entwürfen verwendet – die Schnitte zeigen dann sowohl das neue Modell als auch den Bestand ausschnittsgenau, was die Dokumentation und Kontrolle erleichtert.
- Gestrichelte verdeckte Kanten: Für einzelne Bauteile kann festgelegt werden, ob sie in einer Hidden-Line-Ansicht (verdeckte Kanten Darstellung) gestrichelt angezeigt werden sollen. Das heißt, in verdeckt dargestellten Ansichten (wie sie oft für Übersichtspläne genutzt werden) kann man bestimmte Teile bewusst als gestrichelte Umrisse darstellen lassen, selbst wenn sie eigentlich hinter anderen liegen. Dies verbessert die Lesbarkeit komplexer Zeichnungen: Wichtige, aber verdeckte Komponenten sind erkennbar, ohne dass sie als durchgezogene Linien das Bild stören.
- Stabileres Ansichts-Handling: Das Verschieben und Skalieren von Ansichtsfenstern auf Zeichnungsblättern funktioniert jetzt deutlich reibungsloser. In Service Pack 1 wurde das Verhalten von Ansichten beim Verschieben oder Ändern des Maßstabs optimiert
. Dadurch bleiben beispielsweise Schnitte oder Detailansichten korrekt verknüpft, wenn man sie auf dem Blatt neu anordnet oder in der Größe ändert – zuvor konnten hierbei mitunter Beschriftungen oder Maßlinien verrutschen. Jetzt lassen sich Layout-Anpassungen ohne unerwünschte Nebeneffekte durchführen. - Optimierte Darstellungsmodi: Auch außerhalb der Zeichnungsansichten wurden einige Darstellungsmodi verbessert. Das Umschalten zwischen verschiedenen Anzeigearten (z.B. schattierte Darstellung, Drahtgitter, Hidden-Line ohne Farben etc.) reagiert flotter und die Sonderfarben für bestimmte Darstellungen wurden angepasst. So bietet HiCAD 2025 einen besseren Kontrast in der Konstruktion – zum Beispiel heben sich selektierte oder geschnittene Objekte farblich klarer ab. Insgesamt hat der Nutzer jederzeit die optimale Sicht auf das Modell, was die Orientierung in komplexen Szenen erleichtert.
- Vorteile: Durch diese Verbesserungen in Schnittansichten und Darstellung gelingen technische Zeichnungen noch präziser. Schnitte mit Punktwolken ermöglichen eine eindeutige Kommunikation von Umbauten, da Altbestand und Neubau gemeinsam sichtbar sind. Die optionale gestrichelte Darstellung verdeckter Teile erhöht die Verständlichkeit von Plänen, indem sie verdeutlich, was im Hintergrund liegt. Gleichzeitig spart der Konstrukteur Zeit, da Ansichten sich einfacher handhaben lassen und weniger manuelle Nachkorrektur benötigen. Unterschiedliche Darstellungsmodi können je nach Arbeitsphase (Entwurf, Prüfung, Präsentation) effektiv eingesetzt werden, ohne dass die Software ins Stocken gerät.
Weitere Verbesserungen und Optimierungen
- Neue Stahlbau-Anschlüsse: Im Modul Stahlbau wurden zusätzliche vordefinierte Verbindungsdetails hinzugefügt. So gibt es jetzt z.B. einen neuen K-Verband (K-förmiges Aussteifungsprofil) mit I-Profilen als Diagonalen
. Auch bestehende Anschlussvorlagen wurden erweitert – etwa beim Kreuzverband: Dort kann nun ein Spannschloss mit Blattschraube DIN 1480 als Option gesetzt werden. Diese Bibliothekserweiterungen sparen Zeit, da komplexe Verbindungen per Klick eingefügt und an Normen ausgerichtet sind, anstatt sie manuell zu konstruieren.
- Kantblech-Fertigungsprüfung: Die Blechbearbeitung wurde smarter: Ab HiCAD 2025 SP1 können abgekantete Bleche mittels Design Checker auf ihre Fertigbarkeit geprüft werden
. Das Programm analysiert also, ob ein konstruiertes Kantblech in der realen Fertigung (Abkantpresse) herstellbar ist oder z.B. Kollisionen beim Biegen auftreten würden. Diese frühzeitige Prüfung hilft, Konstruktionsfehler zu vermeiden, bevor Zeichnungen oder NC-Daten abgeleitet werden. Zudem wurden die Aktualisierungsmöglichkeiten von Blechabwicklungen erweitert und die Ausgaben (etwa DXF-Exporte) hinsichtlich Außenkonturen von Bearbeitungen verbessert. - Erweiterter Profileinbau-Dialog: Das Einfügen von Profilen (z.B. Stahlträger, Rohre) wurde durch einen verbesserten Dialog komfortabler gestaltet. In HiCAD 2025 gibt es eine Erweiterung des Profileinbau-Dialogs, die dem Konstrukteur eine übersichtlichere Auswahl und Voreinstellung ermöglicht. Profilquerschnitt, Ausrichtung, Material usw. können schneller festgelegt werden. Dies beschleunigt die Konstruktion insbesondere im Stahlbau und reduziert Klickaufwand, da weniger Zwischenschritte nötig sind.
- Schnellerer IFC-Export: Für den BIM-Datenaustausch wurde eine neue Option für den IFC-Export eingeführt. Mit dieser lassen sich Modelle deutlich schneller als IFC-Datei exportieren, was bei großen Bauprojekten spürbar Zeit einspart. Anwender können so ihre 3D-Modelle zügig in gängige BIM-Plattformen einbringen, ohne lange auf die Konvertierung warten zu müssen.
- LogiKal-Integration: HiCAD 2025 besitzt nun eine Import-Schnittstelle zur Software LogiKal (von Orgadata) inklusive Beschlagdaten. Dadurch können Planungsdaten für Fenster, Türen und Fassaden aus LogiKal direkt ins CAD übernommen werden – komplett mit Profilen und Beschlägen (z.B. Scharniere, Griffe). Dies erspart doppelte Dateneingabe und erleichtert den Datenaustausch zwischen Fassadenplanern und Konstrukteuren. Praktisch kann ein Anwender z.B. einen in LogiKal geplanten Aluminiumfenster-Rahmen mit allen Komponenten nach HiCAD importieren und dort weiterbearbeiten.
- OBJ-Import: Zusätzlich zu klassischen CAD-Formaten unterstützt HiCAD 2025 SP1 jetzt den Import von Wavefront OBJ-Dateien. Dieses Format wird häufig von 3D-Scan-Modellen oder 3D-Künstler-Software genutzt. Durch die neue Importmöglichkeit kann der Konstrukteur solche externen 3D-Meshes (z.B. von 3D-Scannern oder aus dem Internet heruntergeladene Modelle) ins HiCAD-Modell einfügen. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten von HiCAD, etwa um organische Formen oder Geländeaufnahmen als Referenz zu nutzen.
- Neue berechnete Attribute: Für Profile und Blechteile stehen nun neue automatisch berechnete Attribute zur Verfügung. HiCAD ermittelt z.B. eigenständig das Gewicht oder die Oberfläche eines Bauteils anhand seiner Geometrie. Diese Werte können direkt in Stücklisten und Beschriftungen übernommen werden, ohne dass der Konstrukteur sie manuell pflegen muss. Das reduziert Fehler und stellt sicher, dass Auswertungen (Massenermittlungen, Materiallisten) immer auf dem aktuellen Konstruktionsstand basieren.
- Verbesserte Benutzeroberfläche & Performance: Zahlreiche kleine Optimierungen machen die tägliche Arbeit effizienter. So sind Material- und Teileattribute aus dem alten Katalogsystem in das Konfigurationsmanagement gewandert– Anwender verwalten wichtige Daten jetzt zentral an einer Stelle. Ein neuer Suchdialog hilft dabei, Werkstoffe schneller zu finden (Tippen eines Stichworts listet passende Materialien auf). Außerdem wurden die Sonderfarben (hervorhebende Farben in der Konstruktion) überarbeitet, wodurch z.B. selektierte Objekte oder Schnittebenen mit besserem Kontrast dargestellt werden. Die Performance in großen Projekten wurde durch diverse Maßnahmen verbessert, etwa durch Caching von Zeichnungsdaten im Arbeitsspeicher. Dies führt zu flüssigerem Zoomen, Verschieben und Anzeigen, selbst wenn sehr viele Elemente im Modell sind.
- Erweiterte API: Für fortgeschrittene Nutzer und Entwickler hat HiCAD 2025 seine Programmierschnittstelle (API) ausgebaut. Es stehen nun mehr Funktionen zur Verfügung, um HiCAD per Makro oder externes Programm zu steuern. Dadurch lassen sich Automatismen schaffen – etwa eigene Tools, die Routineaufgaben im CAD abnehmen, oder firmenspezifische Workflows direkt in HiCAD implementieren. Unternehmen können die Software so besser an ihre Prozesse anpassen und die Produktivität steigern.
- Weitere Kleinigkeiten: Zusätzlich wurden viele Detailverbesserungen und Fehlerbehebungen vorgenommen (u.a. in Spezialbereichen wie Rohrleitungsplanung, Dach- und Fassadenmodulen, etc.). Diese fallen zwar nicht sofort ins Auge, tragen aber insgesamt zu einem runderen Benutzererlebnis bei. Jede Neuerung – ob groß oder klein – zielt darauf ab, die Konstruktion mit HiCAD 2025 schneller, intuitiver und stabiler zu machen, damit Anwender sich auf die eigentliche Gestaltung konzentrieren können.