Inhaltsverzeichnis
Efficient 2D/3D construction in steel, facade, sheet metal and plant construction with HiCAD & HELiOS
Wie eine integrierte CAD/PDM-Lösung Konstrukteure in verschiedenen Metallbaubranchen konkurrenzfähiger macht.
1. Einleitung
Unternehmen im Stahlbau, Fassadenbau, der Blechbearbeitung, im Anlagenbau und im Metallhandwerk stehen vor einem stetig wachsenden Wettbewerbs- und Termindruck. Projekte werden komplexer, Vorgaben strenger und die Anforderungen an Individualisierung steigen. Um diese Herausforderungen effizient zu meistern, sind leistungsfähige CAD-Systeme unverzichtbar.
HiCAD und das zugehörige PDM-System HELiOS bieten eine integrierte Lösung, die Konstruktionsabläufe von der ersten Skizze bis zur Freigabe der Fertigungsunterlagen deutlich beschleunigt. Zentral sind dabei die durchgängige 2D/3D-Konstruktion, die Kombination aus parametrischem und freiem Modellieren sowie automatisierte branchenspezifische Funktionen. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Vorteile und zeigt, warum HiCAD in diesen Industriezweigen eine besonders effiziente Option darstellt.
2. Ein System für alle Bereiche – weniger Medienbrüche, mehr Effizienz
Die meisten CAD-Tools spezialisieren sich auf einzelne Disziplinen, beispielsweise Stahlbau oder Blech. HiCAD hingegen vereint Stahl-, Blech-, Fassaden-, Anlagen- und sogar Schlossereikonstruktionen in einem einzigen System. Statt zwischen mehreren Programmen zu wechseln oder verschiedene Schnittstellen zu bedienen, können Konstrukteure sämtliche relevanten Bauteile in einer Umgebung modellieren.
- Höhere Datenqualität: Mit HiCAD entfällt das Hin- und Herkonvertieren zwischen Programmen. Das reduziert potenzielle Geometrie- oder Kompatibilitätsfehler.
- Konsistenz im Modell: Vom einfachen 2D-Entwurf bis zur komplexen 3D-Baugruppe bleiben alle Informationen erhalten – ohne Medienbrüche.
- Weniger Schulungsaufwand: Konstrukteure lernen nur eine Software und nutzen überall dieselbe Bedienlogik.
Diese Arbeitsweise führt nicht nur zu schnelleren Projektlaufzeiten, sondern beugt auch Abstimmungsfehlern zwischen unterschiedlichen Konstrukteuren oder Abteilungen vor.
3. Durchgängige 2D/3D-Konstruktion: Vom Entwurf bis zum fertigen Modell
HiCAD ermöglicht eine gleichzeitige 2D- und 3D-Bearbeitung in demselben System. Unternehmen, die aus historischen Gründen noch viel in 2D arbeiten, können bequem weiterzeichnen, während sie schrittweise auf 3D migrieren. Wer bereits konsequent in 3D konstruiert, gewinnt durch die assoziative Zeichnungsableitung wichtige Vorteile.
- Automatische Zeichnungsableitung: Aus dem 3D-Modell werden alle Ansichten und Schnitte generiert. Aktualisiert der Konstrukteur das Modell, ändern sich automatisch auch die Zeichnungen. Das spart Zeit und verhindert klassische 2D-Fehler, die durch manuelles Nachtragen entstehen.
- Hohe Übersicht: 3D-Konstruktionen bieten frühzeitig eine realistische Vorschau. Besonders bei komplexen Geometrien in Fassaden- oder Anlagenbauprojekten ist eine räumliche Darstellung unverzichtbar, um Kollisionen zu erkennen oder Montageabläufe zu planen.
- Einstieg in 3D erleichtert: Wer noch an 2D-Plänen hängt, kann in HiCAD beide Welten mischen. Das System ermöglicht einen gleitenden Umstieg, ohne von heute auf morgen sämtliche Methoden über Bord werfen zu müssen.
Insbesondere bei wechselnden Projektanforderungen oder in Mischprojekten (etwa eine Halle mit Stahlbau, Blechverkleidungen und Anlagenelementen) erweist sich die gleichzeitige 2D/3D-Bearbeitung als klarer Wettbewerbsvorteil.
4. Parametrisches und freies Modellieren: Zwei Welten in einem System
Traditionelle CAD-Programme setzen meist stark auf Parametric: Abhängigkeiten, Maße und Beziehungen werden definiert, um Änderungen automatisiert auf das gesamte Modell zu übertragen. Das ist nützlich für Serienfertigung oder standardisierte Bauteile, aber oft zu starr, wenn Sonderkonstruktionen oder einmalige Projekte anstehen.
HiCAD bietet beides:
- Parametrisches Modellieren für Regelgeometrien, wiederkehrende Konstruktionen oder Bauteilfamilien.
- Freies (direktes) Modellieren für komplexe Formen und flexible Anpassungen.
In vielen Branchen wechseln Projekte zwischen standardisierten Elementen und kundenspezifischen Unikaten. Mit HiCAD kann man in einem Modell frei entscheiden, wo sich Parametrik lohnt und wo direkte Modellierung effizienter ist.
- Beispiel Stahlbau: Ein Stahltragwerk kann parametrisch aufgebaut werden (z.B. Profilabmessungen mit Eingabe weniger Maße). Anschlussdetails oder unregelmäßige Geometrien können frei modelliert werden, ohne starre Constraints anpassen zu müssen.
- Beispiel Anlagenbau: Rohrleitungssysteme sind oft bis zu einem gewissen Grad standardisierbar (Durchmesser, Fittings). Sobald sich aber räumliche Engstellen ergeben, ist freies Modellieren hilfreich, um Bauteile vor Ort-Maßen anzupassen.
Diese Hybrid-Modellierung senkt den Zeitaufwand und vermeidet typische Fehler, die entstehen, wenn Parametrik zu kompliziert wird oder das System starre Grenzen setzt.
5. Branchenspezifische Automatismen und Werkzeuge
Einer der größten Vorzüge von HiCAD liegt in den vorgefertigten Makros und Bibliotheken, die für Stahl-, Fassaden-, Blech- und Anlagenbau sowie Schlosserei optimiert sind. Statt alles von Grund auf zu entwerfen, greifen Konstrukteure auf umfangreiche Kataloge zu und profitieren von intelligenten Automatismen.
5.1 Stahl- und Metallbau
- Normprofile und Anschlussmakros: Gängige Träger (HEB, IPE, UNP etc.) lassen sich direkt einfügen, inklusive automatischer Anpassung für Verbindungen wie Flanschplatten oder Konsolen.
- Treppen- und Geländer-Generatoren: Über Eingabemasken lassen sich Treppenläufe oder Geländersysteme zügig konfigurieren, was Planung und Montage deutlich beschleunigt.
- Schweißbaugruppen: HiCAD erkennt identische Bauteile und kann diese automatisch positionieren, beschriften oder in Stücklisten erfassen.
5.2 Fassadenbau
- Systemprofile und Rasterfunktionen: Die Software enthält Profile großer Hersteller und erzeugt ganze Pfosten-Riegel-Konstruktionen auf Basis weniger Eingaben.
- Element- und Vorhangfassaden: Auch komplexe Formen (rund, polygonal) sind dank freier Modellierung möglich; Rasterfunktionen sorgen für eine schnelle Aufteilung in Segmente.
5.3 Blechbearbeitung
- Integriertes Blechmodul: Blechkonstruktionen lassen sich mit Laschen, Kantungen und Ausklinkungen in 3D erstellen und automatisch abwickeln.
- NC-Ausgabe: Daten für Laser- oder Stanzmaschinen können direkt exportiert werden.
5.4 Anlagen- und Maschinenbau
- Große Baugruppen: Stahlgerüste, Blechverkleidungen und Maschinenkomponenten können zu komplexen Anlagen kombiniert werden, ohne dass ein weiteres CAD-System nötig ist.
- Rohrleitungsfunktionen und Normteile: Für Standardfittings, Flansche, Schrauben etc. sind umfangreiche Bibliotheken vorhanden.
5.5 Schlosserei und Metallhandwerk
- Kleine Losgrößen, hohe Individualität: Bibliotheken für Tore, Geländer, Treppen, Zäune usw. beschleunigen Projekte enorm.
- Direkte Ausgabedaten: Zeichnungen, Stücklisten und sogar 3D-Ansichten können ohne Zwischenschritte an Fertigung oder Kunden gehen.
All diese Automatismen machen Konstrukteure nicht nur schneller, sondern verbessern auch die Qualität. Da viele Regeln und Normen bereits vordefiniert sind, sinkt das Risiko von Konstruktionsfehlern.
6. Schnellere Zeichnungen und Stücklisten
Auch in Zeiten von 3D-Modellen bleiben 2D drawings and Parts lists essenziell für die Fertigung, Montage und Dokumentation. HiCAD sorgt dafür, dass diese Arbeitsschritte minimale Zeit beanspruchen und stets aktuell bleiben.
- Automatische Zeichnungsableitung: Aus dem 3D-Modell lassen sich sämtliche Ansichten und Schnitte generieren. Bemaßungen und Positionen können halbautomatisch vergeben werden.
- Dynamische Aktualisierung: Bei Änderungen am Modell werden alle Zeichnungen automatisch angepasst, was mehr Konsistenz und weniger Fehlerrisiko bedeutet.
- Stücklistenerzeugung: Positionsnummern, Mengen, Materialien und Normteile werden direkt aus dem Modell ausgelesen. Identische Teile fasst das System zusammen – perfekt für den Einkauf.
- Schnelle NC-Daten: Wer Maschinen wie Rohrlaser oder Abkantpressen betreibt, spart sich doppelte Arbeit. CNC- oder DXF-Dateien entstehen direkt aus der Konstruktion.
Vor allem bei größeren Projekten mit vielen Bauteilen summiert sich diese Zeitersparnis spürbar. Änderungen in letzter Minute, die früher mühsam in diversen Zeichnungen nachgeführt werden mussten, lassen sich mit HiCAD mühelos handhaben.
7. HELiOS: Integriertes PDM für verlässliche Daten und reibungslose Teamarbeit
Ein CAD-System bringt wenig, wenn Konstruktionsdaten chaotisch in Verzeichnissen liegen oder die Versionsverwaltung unübersichtlich ist. HELiOS als integriertes PDM-System (Produktdatenmanagement) löst diese Probleme:
- Zentrale Datenhaltung: Alle Modelle, Zeichnungen, Stücklisten und Dokumente werden strukturiert verwaltet, versioniert und in Projekten organisiert.
- Transparente Workflows: Automatisierte Freigabeprozesse stellen sicher, dass nur geprüfte und freigegebene Zeichnungen in die Fertigung gelangen.
- Schnelle Suche und Wiederverwendung: Konstrukteure können auf Bauteile und Vorlagen früherer Projekte zugreifen, ohne ständig neu konstruieren zu müssen.
- Vermeidung von Dubletten: Wenn Bauteile bereits existieren, kann man sie mit wenigen Klicks wiederverwenden – die Datenbank liefert alle Infos zur Geometrie, Stückliste und Historie.
- Team- und Standortübergreifende Zusammenarbeit: Zugriffsrechte, Auschecken/Einschecken von Dateien und automatisierte Benachrichtigungen ermöglichen simultanes Arbeiten an einem Projekt.
Für viele Betriebe ist ein sauber geführtes PDM-System der Schlüssel, um Fehlerquellen und Suchzeiten zu minimieren. HELiOS stellt sicher, dass unterschiedliche Teams – vom Konstrukteur über die Projektleitung bis zum Einkauf – immer mit aktuellen Informationen arbeiten.
8. Praxisbeispiele für schnelle Erfolge
Stahlbau-Projekt: Ein Hallenbauer konstruiert Tragwerke, Blechverkleidungen und Fassadenelemente in einem einzigen 3D-Modell. Dank Normteilen und Anschlussmakros werden Hunderte Bauteile automatisch platziert und abgeleitet. Änderungen im Tragwerk passen sich an die Blechverkleidung an, was das Risiko von Passfehlern erheblich senkt.
Fassadenbau: Ein Metallbaubetrieb realisiert eine komplexe Pfosten-Riegel-Konstruktion. Die Systemprofile sind bereits in der Software hinterlegt, das Fassadenraster wird automatisiert generiert. Aufwändige Sonderformen (z.B. geschwungene Elemente) lassen sich direkt modellieren, ohne manuell Profile zu definieren.
Blechbearbeitung: Ein Unternehmen entwirft Blechverkleidungen für Maschinen. Laschen, Kantungen und Bohrungen erstellt es in 3D; die Abwicklung entsteht automatisch. Daten für Laser und Abkantpresse werden per Knopfdruck generiert, was unnötige Schnittstellen spart.
Schlosserei: Ein kleiner Betrieb fertigt Einzeltreppen und Tore. Dank vorgefertigter Treppenmodule und Ornamente generiert er Angebote schneller und kann dem Kunden 3D-Vorschauen präsentieren. Zeichnungen und Stücklisten erstellt HiCAD nahezu automatisch.
In jedem Fall glänzt HiCAD durch seine durchgängigen Workflows und branchenspezifischen Automatismen. HELiOS sorgt dafür, dass Projektdaten strukturiert bleiben und jedes Bauteil exakt zugeordnet ist.
9. Weitere Vorteile im Überblick
9.1 Umfangreicher Datenimport und -export
HiCAD öffnet und speichert gängige Austauschformate wie STEP, IGES und DWG, sodass externe Zuliefererteile oder Architektenpläne leicht eingebunden werden können. Auch NC-Formate für CNC-Bearbeitungszentren oder Stahlbau-Bohrmaschinen stehen bereit.
9.2 Benutzerfreundlichkeit und modularer Aufbau
Die Bedienoberfläche von HiCAD ist intuitiv, mit selbsterklärenden Icons und klaren Menüs. Gleichzeitig lässt sich das System erweitern: Wer spezielle Module (z.B. Blech, Stahlbau, Anlagenbau) benötigt, kann sie hinzubuchen. Diese Modularität ermöglicht einen an den Betriebsalltag angepassten Funktionsumfang.
9.3 Skalierbarkeit für kleine und große Teams
Von der Einzelplatzversion für einen Metallbaumeister bis hin zur PDM-gestützten Multi-User-Konstellation in einem großen Anlagenbau-Unternehmen decken HiCAD und HELiOS alle Größenordnungen ab. Das System wächst mit den Anforderungen und kann standortübergreifendes Arbeiten ebenso meistern wie kleine lokale Projekte.
10. Fazit: Mit HiCAD & HELiOS zukunftssicher konstruieren
Die stetig steigenden Projektanforderungen im Stahl-, Fassaden-, Blech- und Anlagenbau machen ein leistungsstarkes, integriertes CAD/PDM-System notwendig. HiCAD kombiniert eine durchgängige 2D/3D-Konstruktion mit Hybrid-Modellierung (parametrisch + frei) und branchenspezifischen Automationen, während HELiOS alle Daten im Hintergrund sicher verwaltet und versioniert.
Daraus ergeben sich entscheidende Vorteile:
- Weniger Fehler durch medienbruchfreie Workflows und assoziative Zeichnungsableitung.
- Hohe Flexibilität dank frei wählbarer Modelliermethoden.
- Zeit- und Kosteneinsparungen durch Makros, Bibliotheken und automatisierte Stücklisten.
- Vertrauenswürdige Datenbasis durch zentrales PDM mit intelligenten Such- und Freigabefunktionen.
- Zukunftssicherheit dank modularer Erweiterbarkeit, umfassenden Schnittstellen und bewährter Technologie.
In einer Branche, in der Effizienz, Geschwindigkeit und Präzision über den Erfolg entscheiden, verschafft diese Softwarekombination Betrieben jeder Größe einen klaren Wettbewerbsvorteil. Konstrukteure profitieren von einem durchdachten, modernen Werkzeug, das nicht nur die Arbeit beschleunigt, sondern auch neue Ideen und komplexere Projekte ermöglicht.
Wer mehr über HiCAD und HELiOS erfahren möchte, kann sich auf den Seiten des Herstellers informieren oder direkt eine Testversion anfordern. Für Unternehmen, die vor der Entscheidung für ein neues CAD- oder PDM-System stehen, lohnt sich ein Blick auf diese integrierte Lösung, um zukunftsorientiert und effizient in den verschiedensten Metall- und Anlagenbauprojekten arbeiten zu können.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen Überblick über ausgewählte Funktionen. Für nähere Informationen lohnt sich eine persönliche Beratung oder ein Blick in die spezialisierte Fachliteratur.